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Bio Pionier

Ernteinformation - Bio-Buchweizen Polen

Aufgrund der frostigen Nächte im Mai der letzten Jahre und der starken Auswirkungen dieser Fröste, beschloss ein großer Teil der Landwirte in diesem Jahr, Buchweizen erst nach Mitte Mai auszusäen. Rückblickend war das eine gute Entscheidung, denn in den ersten beiden Maiwochen 2020 gab es viele Frostnächte.

  

Kürzlich haben wir mit einem Diplom-Landwirt/ Agronomen unsere größten Betriebe in Nordpolen (Kreis Westpommern) besucht. Wir überprüften die Situation auf den Feldern und erfuhren mehr über das Wetter in dieser Region und die Pflanzbedingungen in den letzten Wochen. Die Prognose ist bisher optimistisch, mit einer Regenperiode in der Aussaatzeit, derzeitigen warmen Temperaturen bei insgesamt sehr guten Bedingungen, sind das gute Bedingungen für das Wachstum jeder Pflanze.

Was uns am meisten beunruhigt, ist die aktuelle Buchweizen-Situation: sehr niedrige Lagerbestände aus der Ernte 2019 und hohe Preise - hauptsächlich aufgrund des erhöhten Verbrauchs aufgrund der COVID-19-Sperre - können sich auf die neue Ernte auswirken. Ob der Verbrauch sowohl im In- als auch im Ausland weiterhin hoch bleibt ist auch fraglich. Desweiteren werden die Erntepreise von dem Ertrag der Ernte 2020 abhängen. 

Mit einem Anstieg der Hirseproduktion in Polen 2019 lagen die Preiserwartungen der Landwirte auf hohem Niveau. Die COVID-19-Situation führte allerdings zu einem raschen Preisanstieg, vor allem auf dem konventionellen Markt. Aber im Gegensatz zu Buchweizen ist der Preis für Hirse zurzeit stabil und der Markt scheint mit konventionellem Hirse-Rohmaterial überlastet zu sein.

Die Aussaat von Hirse fand bereits im April und Mai 2020 statt, also früher als bei Buchweizen. Trotzdem der Frost die Hirse beschädigt hat, ist der Preis heute stabil. Im Allgemeinen stellen wir aber auch eine höhere Menge an ausgesäter Hirse fest.
Hirse ist als Pflanze recht einfach zu pflegen und bringt zudem auch noch einen höheren Ertrag als Buchweizen - sogar dreimal so hoch. Viele Landwirte, die sich durch diese Eigenschaften angezogen fühlten, beschlossen, stattdessen Hirse anzubauen. Mit dem derzeit überlasteten Markt und der größeren Aussaat kann die konventionelle Hirse insgesamt zu einem günstigeren Rohstoff werden.

Über Bio-Hirse (ohne statistische Informationen der GUS über ihre Erntemenge) können wir nur auf der Grundlage dessen, was wir sehen und der Informationen, die wir von den Bauern erhalten, vorhersagen. Wir beabsichtigen, Vorverträge auf dem gleichen Preisniveau wie im Vorjahr abzuschließen, so dass wir eine längere Partnerschaft mit Landwirten und Kunden ohne Preisschwankungen aufbauen können.